Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) ist eine körperorientierte, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapiemethode. Über die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers – in Ruhe und Bewegung – und über die Wahrnehmung von Äußerem (Gegenstände, Boden, Raum) können Erfahrungen im Hier und Jetzt und Zugänge zum eigenen Innenleben gewonnen werden.

Durch konzentrative Hinwendung auf das eigene Erleben werden Erinnerungen aktiviert, die sich körperlich in Haltung, Bewegung und Verhalten sowie in Gefühlen und Gedanken ausdrücken. Dies bildet den Hintergrund für die individuelle Lebensgeschichte. Theoretische Grundlagen sind einerseits die Annahme, dass sich die Wahrnehmung aus Sinnesempfindungen (Reizeinwirkung auf ein Sinnesorgan) und der subjektiven Erfahrung zusammensetzt. Andererseits wird die Bedeutung der frühen Bindungs- und Beziehungserfahrungen, deren Störungen sowie die (unbewusste) Wiederbelebung dieser Erfahrung mit dem/der TherapeutIn berücksichtigt.

Die KBT nutzt Wahrnehmen und Sich-Bewegen als Grundlage für das subjektive Fühlen, Denken, Sprechen und Handeln. Ursprünglich Verdrängtes kann aktualisiert und über den eigenen Körper und/oder der Beziehung und Interaktion mit dem/der TherapeutIn bewusst gemacht, bearbeitet und verändert werden. In weiterer Folge können alternative Handlungsspielräume gefunden, entwickelt und erprobt werden, wobei die Individualität des/der PatientIn – im Sinne des eigenen Tempos, der Eigenverantwortung und dem Bedürfnis nach Selbststeuerung – hohe Bedeutung hat.

 

Quellen:

http://www.kbt.at/index.php?id=19

http://www.chkbt.ch/ueber-kbt/methode.html